Boxtherapie - Bewegung, die etwas bewegt

Therapeutisches Boxen in Kiel  

Therapeutisches Boxen verbindet körperliche Bewegung mit therapeutischer Arbeit. Im Mittelpunkt steht nicht das sportliche Kämpfen, sondern die Möglichkeit, über Bewegung, Wahrnehmung und das eigene Erleben neue Erfahrungen zu machen und persönliche Veränderungsprozesse anzustoßen.

Für Menschen aus Schleswig-Holstein und dem Norden

In meiner Praxis biete ich therapeutisches Boxen als Gruppen- oder Einzelangebot an. Es richtet sich an Menschen aus Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus, die sich selbst besser wahrnehmen, eigene Ressourcen stärken oder neue Wege im Umgang mit persönlichen Herausforderungen entdecken möchten.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr darüber, was therapeutisches Boxen bedeutet, für wen es geeignet sein kann und wie eine Einheit bei mir abläuft.

Was ist therapeutisches Boxen?

Manchmal braucht es mehr als Worte.

Gedanken drehen sich im Kreis, Gefühle sind schwer greifbar, Anspannung sitzt im Körper oder es fehlt die Kraft, etwas zu verändern. Vielleicht wünschen Sie sich mehr innere Stabilität, möchten Grenzen spüren und setzen, Stress abbauen oder wieder Zugang zu Ihrer eigenen Stärke finden.

Therapeutisches Boxen, manchmal auch als Boxtherapie bezeichnet, verbindet psychotherapeutische Arbeit mit Bewegung und körperlichem Erleben. Dabei geht es nicht darum, möglichst stark zuzuschlagen oder sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Vielmehr bietet das Boxen einen unmittelbaren Zugang zu sich selbst: wahrnehmen, ausprobieren, Grenzen erfahren, Spannung regulieren, Handlungsspielräume entdecken und neue Erfahrungen machen.

Therapeutisches Boxen ist ein körperorientierter therapeutischer Ansatz

In einem geschützten und wertschätzenden Rahmen können Sie erleben, was in Ihnen steckt – und wie Bewegung Veränderungsprozesse unterstützen kann.

 

 

BITTE BEACHTEN SIE: DAS THERAPEUTISCHE BOXEN IST EINE SELBSTZAHLERLEISTUNG

Da es sich beim therapeutischen Boxen dem Gesetz nach nicht um eine "Heilbehandlung" handelt, werden die Kosten dafür nicht von den Krankenkassen übernommen. Bei der Honorargestaltung orientiere ich mich an der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP). Näheres siehe Kosten

Worum geht es im therapeutischem Boxen?

Beim therapeutischen Boxen kommen Körper und Psyche zusammen. Durch einfache Box- und Bewegungsübungen können innere Themen auf eine ganz konkrete und erfahrbare Weise bearbeitet werden.

Dabei kann es beispielsweise darum gehen,

  • Anspannung und Stress wahrzunehmen und zu regulieren,
  • eigene Grenzen besser zu spüren und zu vertreten,
  • Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit zu stärken,
  • mit Ärger, Wut oder innerer Unruhe umzugehen,
  • aus passiven oder festgefahrenen Mustern herauszukommen,
  • den eigenen Körper wieder bewusster wahrzunehmen,
  • neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,
  • Kraft und Energie zu erleben,
  • oder einfach einmal raus aus dem Kopf und hinein in die Bewegung zu kommen.

Sie müssen keine Boxerfahrung mitbringen und auch nicht besonders sportlich sein. Das therapeutische Boxen wird individuell auf Sie, Ihre Situation und Ihre Ziele abgestimmt.

Vielleicht ist genau dieser körperorientierte Zugang für Sie eine Möglichkeit, Therapie einmal anders zu erleben.

Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit

Beim therapeutischen Boxen geht es darum, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und wieder Zugang zu den eigenen körperlichen Signalen zu finden. Wie fühlt sich Anspannung an? Wann brauche ich eine Pause? Wo spüre ich meine Kraft und wo liegen meine Grenzen?

Durch die körperlichen Übungen können Sie unmittelbar erleben, dass Sie etwas bewirken können. Ein Schlag wird kraftvoller, eine Bewegung sicherer, eine Grenze wird deutlicher. Diese unmittelbaren Erfahrungen können dabei helfen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken.

Dabei begleite ich Sie aufmerksam und unterstütze Sie darin, Ihre Wahrnehmung zu schärfen und Ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken. Es geht nicht darum, etwas perfekt zu machen, sondern darum, sich selbst zu erleben, Entscheidungen zu treffen und zu erfahren: Ich kann etwas verändern. Ich kann handeln. Ich kann Einfluss nehmen.

So kann therapeutisches Boxen dazu beitragen, mehr Vertrauen in den eigenen Körper und in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln – und dieses Erleben auch in andere Lebensbereiche mitzunehmen.

Für wen ist therapeutisches Boxen geeignet

Therapeutisches Boxen richtet sich an Menschen, die sich körperlich und mental weiterentwickeln möchten. Dabei geht es nicht darum, möglichst hart oder schnell zu schlagen, sondern darum, über Bewegung, Körperwahrnehmung und gezielte Übungen neue Erfahrungen zu machen und eigene Ressourcen zu stärken.

Therapeutisches Boxen kann besonders geeignet sein für Menschen,

  • die Stress, innere Anspannung oder Überforderung erleben
  • die Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen oder zu setzen
  • die mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit entwickeln möchten
  • die einen besseren Zugang zu ihrem Körper und ihren eigenen Bedürfnissen suchen
  • die sich häufig angespannt, unruhig oder blockiert fühlen
  • die neue Wege im Umgang mit herausfordernden Situationen ausprobieren möchten
  • die Freude an Bewegung haben oder Bewegung als unterstützenden Zugang zu Veränderung erleben möchten.

Dabei steht immer der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen und Zielen im Mittelpunkt. Die Übungen werden entsprechend angepasst – unabhängig davon, ob bereits Erfahrung im Boxen vorhanden ist.

Therapeutisches Boxen ist kein Leistungssport. Es geht vielmehr darum, die eigene Kraft bewusst zu erleben, Grenzen wahrzunehmen, Spannung abzubauen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

In einem geschützten und wertschätzenden Rahmen darf ausprobiert werden, was gut tut und was sich verändern möchte.

So läuft eine Einheit therapeutisches Boxen ab

Eine therapeutische Boxeinheit verbindet Bewegung, körperliche Erfahrung und gezielte Selbstreflexion. Der grundlegende Ablauf ist sowohl im Einzelsetting als auch in der Gruppe ähnlich.

Nach einer kurzen Einführung und Aufwärmphase folgen verschiedene Boxübungen von jeweils etwa 2 Minuten. Die Übungen können dabei als Partnerübung oder – im Einzelsetting – zusätzlich an Wandpolstern durchgeführt werden. In der Gruppe finden die Übungen ausschließlich mit einer Partnerperson statt.

Zwischen den einzelnen Übungen wird das Erlebte gemeinsam reflektiert. Dabei betrachten wir fünf Ebenen:

  • Körper: Was nehme ich körperlich wahr?
  • Gedanken: Was geht mir während der Übung durch den Kopf?
  • Emotionen: Welche Gefühle entstehen oder verändern sich?
  • Verhalten: Wie reagiere ich auf die Situation?
  • Alltag: Wo kenne ich ähnliche Situationen oder Muster aus meinem Alltag?

Auf diese Weise wechseln sich Bewegung und Reflexion kontinuierlich ab. Die Boxübungen dienen dabei nicht dem sportlichen Wettkampf, sondern schaffen einen direkten Zugang zu eigenen Wahrnehmungen, Emotionen und Verhaltensmustern.

Zum Abschluss wird gemeinsam betrachtet, welche Erkenntnisse aus der Einheit mitgenommen werden können und wie diese auf den persönlichen Alltag übertragen werden können.

Therapeutisches Boxen mit Dr. Claudia H. Overath 

Therapeutisches Boxen verbindet körperliche Bewegung mit therapeutischer Arbeit. Der eigene Körper wird dabei zu einem wichtigen Zugang, um Gefühle wahrzunehmen, innere Anspannung zu regulieren und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

In einer wertschätzenden und geschützten Atmosphäre geht es nicht um sportliche Leistung oder darum, „zu gewinnen“. Vielmehr steht die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt. Durch gezielte Boxübungen können Kraft, Grenzen, Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen unmittelbar erlebt und neu erfahren werden.

Dabei begleite ich Sie individuell und mit einem ganzheitlichen Blick auf Ihre persönliche Situation. Mir ist wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Sie sich ausprobieren, eigene Ressourcen entdecken und neue Erfahrungen machen können – ohne Leistungsdruck und in Ihrem eigenen Tempo.

Therapeutisches Boxen bietet die Möglichkeit, nicht nur über Veränderung zu sprechen, sondern sie auch körperlich zu erleben. Sie können Ihre eigene Kraft spüren, Grenzen wahrnehmen, Spannung loslassen und neue Wege im Umgang mit herausfordernden Situationen entdecken.

Denn manchmal braucht es mehr als Worte, um etwas in Bewegung zu bringen.

Mehr über mich und meinen therapeutischen Hintergrund erfahren Sie auf meiner Über-mich-Seite.

Einzel- oder Gruppentherapie – was passt zu mir?

Ob eine Einzeltherapie oder eine Gruppentherapie die passende Form der Unterstützung ist, hängt von den persönlichen Anliegen, der aktuellen Lebenssituation und den eigenen Bedürfnissen ab. Beide Therapieformen haben ihre Stärken und können auch sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Eine Einzeltherapie kann besonders hilfreich sein, wenn persönliche Themen zunächst in einem geschützten Rahmen bearbeitet werden sollen. Hier steht die individuelle Lebensgeschichte im Mittelpunkt und es besteht viel Raum, um eigene Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster in Ruhe zu betrachten. Auch bei sehr persönlichen oder belastenden Themen kann die Einzeltherapie ein geeigneter erster Schritt sein.

Eine Gruppentherapie kann besonders wertvoll sein, wenn der Austausch mit anderen Menschen eine wichtige Rolle spielt. In der Gruppe können neue Erfahrungen im Kontakt mit anderen gemacht und unmittelbar reflektiert werden. Die teilnehmenden Personen erleben, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht allein sind, können voneinander lernen und neue Formen des Umgangs mit Konflikten, Grenzen, Nähe oder eigenen Gefühlen ausprobieren.

Gerade beim therapeutischen Boxen kann die Gruppe zusätzliche Möglichkeiten eröffnen: Bewegung, Körperwahrnehmung und der gemeinsame Umgang mit unterschiedlichen Situationen lassen sich unmittelbar erleben und anschließend therapeutisch reflektieren.

Wann ist zunächst eine Einzeltherapie sinnvoll?

Eine Gruppentherapie ist nicht für jede Person und zu jedem Zeitpunkt geeignet. Insbesondere bei einer ausgeprägten Dissoziationsneigung sollte zunächst im Einzelsetting daran gearbeitet werden, die eigenen Dissoziationszeichen wahrzunehmen und geeignete Strategien zur Stabilisierung und Selbstregulation zu erlernen. Wenn bisher noch keine ausreichenden Möglichkeiten bestehen, Dissoziation zu erkennen, zu reduzieren oder sich wieder im Hier und Jetzt zu orientieren, kann eine Gruppe – insbesondere in Verbindung mit intensiver körperlicher Aktivierung – zunächst überfordernd sein.

Auch bei akuter psychischer Instabilität, einer sehr hohen emotionalen Überforderung oder fehlenden Möglichkeiten zur Selbstregulation kann eine Einzeltherapie zunächst der geeignetere Rahmen sein. Hier können gemeinsam Stabilität und persönliche Ressourcen aufgebaut werden, bevor eine Gruppentherapie hinzukommt.

Die Entscheidung für Einzel- oder Gruppentherapie ist daher keine grundsätzliche Entscheidung, sondern kann sich im Verlauf verändern. Manchmal ist die Einzeltherapie zunächst der sichere Rahmen, um wichtige Fähigkeiten zu entwickeln. Später kann eine Gruppe eine sinnvolle Ergänzung sein, um diese Fähigkeiten im Kontakt mit anderen anzuwenden und neue Erfahrungen zu machen.

Welche Therapieform für Sie persönlich geeignet ist, klären wir gerne gemeinsam.

Aktuelle therapeutische Boxgruppe in Kiel

Aktueller Kurs

Traumasensible therapeutische Boxgruppe für Frauen / FLINTA* 

Donnerstags 12.15-13.30 Uhr

Seekoppelweg 7, 24105 Kiel (Familyfit)

Wie kann ich an der Gruppe teilnehmen?

Die therapeutische Boxgruppe ist auf 8 Personen begrenzt. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich nehme Sie zunächst auf eine Interessiertenliste auf.

Sobald sich ausreichend Interessierte gefunden haben, biete ich ein 30-minütiges Vorgespräch (in der Regel online) an. In diesem Gespräch können wir uns kennenlernen, offene Fragen besprechen und gemeinsam schauen, ob das therapeutische Boxen für Sie und Ihre aktuelle Situation geeignet ist.

Das Vorgespräch ist kostenpflichtig – unabhängig davon, ob im Anschluss eine Teilnahme an der Gruppe erfolgt. Erst im persönlichen Gespräch entscheiden wir gemeinsam, ob eine Teilnahme erfolgen kann. 

Die Kosten für das Vorgespräch finden Sie auf meiner Kostenseite.

Wenn Sie Interesse an der Gruppe haben, melden Sie sich gerne bei mir über mein Kontaktformular. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Wo findet das therapeutisches Boxen statt?

Das therapeutische Boxen findet in Kiel im Seekoppelweg 7, 24105 Kiel (Familyfit) statt.

Das Angebot richtet sich an Menschen aus Kiel, Schleswig-Holstein und dem Norden. Die konkreten Rahmenbedingungen bespreche ich gerne persönlich mit Ihnen.

Häufige Fragen zum therapeutischem Boxen

Brauche ich Vorerfahrung im Boxen?

Nein. Sie benötigen keine Boxerfahrung und müssen auch nicht besonders sportlich sein. Die Übungen werden individuell an Ihre Voraussetzungen und Ziele angepasst.

Ist therapeutisches Boxen normales Boxtraining?

Nein. Beim therapeutischen Boxen geht es nicht um sportlichen Wettkampf oder Leistung. Bewegung und Boxübungen werden genutzt, um Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit, den Umgang mit Anspannung und persönliche Veränderungsprozesse zu unterstützen.

Wie läuft eine therapeutische Boxeinheit ab?

Eine Einheit verbindet Box- und Bewegungsübungen mit Reflexion. Nach einer Einführung und Aufwärmphase wechseln sich Übungen und die gemeinsame Betrachtung des Erlebten ab.

Wo findet therapeutisches Boxen in Kiel statt?

Das therapeutische Boxen findet in Kiel statt. Die aktuellen Termine und den jeweiligen Ort finden Sie auf dieser Seite bzw. können Sie persönlich mit mir besprechen.

Was kostet therapeutisches Boxen?

Eine Übersicht über die Kosten erhalten Sie auf meiner Kostenseite.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Krankenkassen übernehmen nicht die Kosten für das therapeutische Boxen. Nähere Information finden sie weiter oben auf dieser Seite. 

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